Mandatsvertrag mit der KMBP in Bondoc bis Jahresende verlängert

Anfang des Jahres hat IPON die Zusammenarbeit mit seinen früheren Partnern auf Bondoc, den Menschenrechtsverteidiger_innen der Bauernorganisation KMBP, wieder aufgenommen. Anlass war der Mord an Menschenrechtsverteidigerin (MRV) Elisa Tulid im Oktober 2013 (s. hierzu: https://iponmindanao.wordpress.com/2014/03/27/menschenrechtsverteidigerin-auf-der-halbinsel-bondoc-ermordert-ipon-erneuert-zusammenarbeit-mit-fruheren-partnern/).

Die Präsidentin der KMBP unterschreibt den Mandatsvertrag mit IPON

Die Präsidentin der KMBP unterschreibt den Mandatsvertrag mit IPON

Damals wurde ein zeitlich und inhaltlich begrenzter Mandatsvertrag abgeschlossen, der Ende Mai diesen Jahres auslief. Da die Ermittlungen im Mordfall bisher nicht signifikant vorangekommen und die MRV vor Ort immer noch Bedrohungen ausgesetzt sind, wurde eine Mandatsverlängerung beschlossen. Am 25. Mai wurde daher der Mandatsvertrag mit der KMBP bis zum 31. Dezember 2014 verlängert.

Obwohl sich die Lage im Barangay Tala durch die (inter-)nationale Aufmerksamkeit spürbar verbesserte und das Vertrauen der MRV in die lokale Polizei zunimmt, fühlen sich immer noch einige MRV bedroht und haben Angst vor Gewalt. Die erste Phase der Ermittlungen im Mordfall Tulid ist von Seiten der Staatsanwaltschaft bereits abgeschlossen worden. Der übergeordnete Landkonflikt mit der Familie A. wurde in diesen nicht berücksichtigt. Derweil hat sich in die Ermittlungen auch das National Bureau of Investigation (NBI) eingeschaltet, um die Arbeit der Polizei zu prüfen.

MRV der KMBP berichte IPON-Observern von aktuellen Bedrohungen und Konflikten

MRV der KMBP berichten IPON-Observerinnen von aktuellen Bedrohungen und Konflikten

Die Landfrage bleibt weiterhin ungeklärt. Allerdings hat das Umweltministerium (DENR) Fehler in der Zertifizierung von öffentlichem Land als privates Land eingestanden. Ein schließlich doch als valide anerkannter Titel der Familie A., der sich auf öffentliches Waldland bezieht, soll dieser nun aberkannt werden. Auch soll es zeitnah eine Begehung und Vermessung des umstrittenen Geländes geben, um die Besitzverhältnisse zu klären.

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