Mindanao

Perlas ng Silangan – Perle des Orients!

Die Philippinen sind ein Inselstaat mit über 7107 Inseln, von denen 880 bewohnt sind. In der Präsidialrepublik leben schätzungsweise 95 Millionen Menschen (Stand 2011) – mehr als 12 Millionen leben in der Hauptstadt Metro Manila. Über die Hälfte der Einwohner ist jünger als 24 Jahre (Durchschnittsalter 21 Jahre).Der Großteil der Bevölkerung ist katholisch (80%) und Religion prägt das tägliche Leben der meisten EinwohnerInnen. Seit 1946 sind die Philippinen endgültig unabhängig und eine Demokratie – allerdings mit Defiziten: Korruption und politischer Unwille führen immer wieder zu Menschenrechtsverletzungen.

 Mindana

Mindanao wurde stets als ‚Land der Verheißung‘ bezeichnet, da hier reiche Bodenschätze (Nickel, Kobalt, Eisenerz, Kupfer, Gold) sowie eine taifungeschützte Lage gute Voraussetzungen für Entwicklung und Wohlstand sind. Auf riesigen Plantagen (die meist in ausländischer Hand sind) findet etwa 50%der gesamten Mais- und Kokosnuss- und nahezu 100% der Bananen- und Ananasproduktion des Landes statt.

Blick auf die Berge um Malaybalay

Blick auf die Berge um Malaybalay

Insgesamt ist Mindanao Hauptproduzent landwirtschaftlicher Güter der Philippinen doch Im Vergleich zu anderen Inselgruppen ist die Armutsrate in Mindanao am höchsten: 51% der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze (60 Cent Tageseinkommen pro Kopf) (Stand 2011). Die soziale Ungleichheit ist eng mit dem Besitz von oder der Kontrolle überLandressourcen verbunden. Mindanao ist aber auch geprägt von zahlreichen Konflikten, der wohl bekannteste ist der zwischen den separatistischen Bewegungen, zum Beispiel der News People Army (NPA) und der philippinischen Regierung. Des weiteren sorgen die ungerechte Landverteilung, wirtschaftliche Interessen von Großunternehmen und Mining für zahlreiche Spannungen.

Konflikt auf Mindanao – Indigene und ihr Land

Die Philippinen sind nach Burma das asiatische Land mit dem prozentual höchsten Teil an indigener Bevölkerung (12% der Filipin@s) Man unterscheidet insgesamt 60 verschiedene indigene Bevölkerungsgruppen. Wobei auf Mindanao die meisten Indigenen leben (18 Gruppen bzw. 1,8 Mio. Menschen). Als Indigene wird die angestammte Bevölkerung bezeichnet also diejenigen Menschen, die als erstes ein bestimmtes Gebiet bevölkert haben, mittlerweile aber eine Minderheit bilden, die von der nationalen Mehrheitsbevölkerung oft diskriminiert wird. Ihre soziale, kulturelle und ökonomische Identität sind unmittelbar mit dem Land verbunden, welches sie über Generationen hinweg vererben und als Anbaufeld, Beerdigungsstätte und Wohnraum nutzen. Eines der gravierendsten Probleme der indigenen Bevölkerung ist die exzessive Plünderung der natürlichen Ressourcen (Wälder, mineralische Rohstoffe) ihrer Siedlungsgebiete.

 Das Land bestimmt ihre Tradition und ihre Lebensweise, der erzwungene Verlust dieses Landes bedeutet auch ein Verlust ihrer selbst. Land ist meist in gemeinschaftlichem Besitz und gilt als unverkäuflich. Die US-Amerikaner haben nach ihrer Machtübernahme Anfang des 20. Jahrhunderts allen Privatbesitz an Land registrieren lassen und den übrigen Boden zu öffentlichem Land erklärt, das käuflich war. So machten sie die Indigenen zu illegalen Siedlern auf ihrem eigenen angestammten Land.

Auf den Straßen von Malaybalay

Auf den Straßen von Malaybalay

Malaybalay – Cool place warm people

Malaybalay liegt im Norden von Mindanao und ist umgeben von Bergen und Wäldern.      Die Provinzhauptstadt von Bukidnon liegt 620 m über dem Meeresspiegel. Durch die Hohe Lage herrscht hier ein für die Philippinen recht kühles Klima, durchschnittlich sind es zwischen 18,5 bis 29 °. Die Bukidnon State University zieht zahlreiche junge Menschen an, welche das Stadtbild von Malaybalay prägen. 

Kaamulan- Festival

Kaamulan- Festival

Jedes Jahr im März strömen tausende Menschen zum Kaamulan-Festival nach Malaybalay. Denn Anfang Frühling werden vier Wochen lang die sieben indigenen Stämme der Region Bukidnon gefeiert. Selbstgebaute farbenfrohe und kunstvoll geschmückte Umzugswagen rollen dann durch die Stadt und werden von tanzenden Menschen und Musik begleitet. Auf verschiedenen Märkten und Ständen werden die Traditionen und deren Kultur den Besuchern näher gebracht und selbst angefertigte           Kunstwerke angeboten.

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