Kingdom of the lawless- Was genau ist ein rechtsfreier Raum??

Mindanao steht oft als Synonym für Konflikt, Gewaltakte und Bürgerkrieg. Tatsächlich hat die Insel mit vielen verschieden Konflikten zu kämpfen. Muslimische und kommunistische Rebellen kämpfen gegen die philippinische Regierung, aber auch private Familienclans fehden gegeneinander. Hinzu kommt, dass die indigene Bevölkerung oft im Konflikt mit wohlhabenden Siedlern aus den Visayas steht.

Verstecken leicht gemacht!

Verstecken leicht gemacht!

Solche Verbrechen, wenn auch nicht immer in dem Ausmaß, sind keine Seltenheit auf Mindanao. Täglich hört man von außergerichtlichen Morden und zwangsweisen Verschwindenlassen. Die Verbrechen an sich sind schon schlimm genug, jedoch ist es nicht akzeptabel, dass diese in den seltensten Fällen untersucht, geschweige denn von dem philippinischen Rechtssystem bestraft werden. Die Polizei führt mangelhafte Untersuchungen durch und belässt es oft bei einer einfachen Befragung der Zeugen. Unaufgeklärte Fälle häufen sich besonders, wenn es um politisch motivierte Morde geht oder wenn die Drahtzieher über sehr viel Geld verfügen. Falls ein solcher Fall aber doch vor Gericht landet, hält das Gericht die Eigenschaft Inne, sehr langsam zu arbeiten und die Prozesse nur sehr schleppend voranzubringen- oftmals mit einem fragwürdigen Endergebnis. Leidtragende sind hierbei die Familien der Opfer.

In diesem unstabilen Umfeld, wo das Rechtssystem anscheinend nicht durchgreifen kann, haben sich folglich sogenannte „rechtsfreie Räume“ über die Jahre hinweg gebildet. Es handelt sich um Gebiete auf Mindanao, in denen das philippinische Gesetz offensichtlich keine Gültigkeit hat und wo es durch die Waffengewalt von mächtigen lokalen Machthabern ersetzt worden ist. Diese können über ein bestimmtes Gebiet herrschen ohne für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen zu werden. Sie scheinen unantastbar zu sein. Man kann also in dem Kontext von einem Bereich der Straflosigkeit reden.

Die Weiten der Villalon Ranch

Die Weiten der Villalon Ranch

Die Villalon Ranch in Maramag in der Provinz Bukidnon ist ein Beispiel für so einen rechtsfreien Raum. Die indigene Bevölkerung kämpft auf der Ranch für ihr Ahnenland während der Landpächter Villalon mit seinen paramilitären Gruppen alles daran setzt, die indigenen Farmer zu vertreiben. Er schlägt nicht vor Brandstiftung, Raub, Bedrohung und Mord zurück. Die Polizei versäumt regelmäßig tiefgreifendere Untersuchungen durchzuführen, geschwiege denn die Ranch zu betreten. Dadurch herrscht auf der Ranch eine gesetzlose Atmosphäre und Täter können sich nach Belieben verstecken oder schuldlos frei bewegen. Es sollen sogar mittlerweile andere Kriminelle auf der Ranch das Weite gesucht haben, eben weil sie wussten, dass die Polizei dieses Gebiet nicht betritt. Dies brachte der Ranch unter anderem den Spitznamen „Kingdom of the lawless“ ein.

Hilf uns den „rechtsfreien Räumen“ ein Ende zu bereiten!

Brief ausdrucken, unterschreiben, eintüten und ab in die Post!

Brief ausdrucken, unterschreiben, eintüten und ab in die Post!

Der Fall auf der Villalon Ranch ist nur einer von vielen in den Philippinen. Druck und unterschreibe den Brief an den Staatssekretär Catura und schicke ihn noch heute ab! So sind wir einen Schritt näher dran, den Menschen, die genug Macht haben um ihre persönlichen Interessen straflos und mit Waffengewalt durchzusetzen, einen Riegel vorzuschieben. Der philippinische Staat muss alles daran setzen, diesen Gebieten der Straf- und Rechtslosigkeit ein Ende zu setzen!! Hilf bitte noch heute mit, den Staat an seine Pflichten zu erinnern!

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