Indigene Völker werden auf dem Kaamulan-Festival gefeiert

Präsentation bei der großen ParadeJedes Jahr findet im Februar und März in Malaybalay das Kaamulan-Festival statt, um die sieben Stammesgruppen der Provinz Bukidnons zu feiern, die hier schon lange Zeit leben. Die Kultur und Traditionen der Bukidnon, Higaonon, Talaandig, Manobo, Matigsalug, Tigwahanon and Umayamnon stehen bei diesem Fest im Mittelpunkt und werden während des dreiwöchigen Festivals auf vielfätige Weise zur Schau gestellt. Kaamulan kommt vom Binukid-Wort „amul“, was in der indigenen Sprache so viel wie „zusammenkommen“ bedeutet. Und nicht nur viele Lumad, indigene Gruppen Mindanaos, versammelten sich in diesen Tagen, sondern auch Tausende weitere BesucherInnen kamen zum Kaamulan-Festival.

 Auch dieses Jahr konnte seit Mitte Feburar der Capitol Ground, die große Veranstaltungswiese vor der Hall of Justice und dem Provinzregierungsgebäude, vor lauter kleinen Essensbuden, überquellenden Verkaufsständen und großen Bambushäusern für Restaurants und Videokebars nicht wieder erkannt werden. Über drei Wochen hinweg fanden jeden Tag diverse Veranstaltungen statt: von Foto-, Gemüse- und Gartenausstellungen, über Wettbewerbe aller Art, bis hin zu Motocross-Rennen, Rodeo und Konzerten gab es ein vielfältiges Programm. Höhepunkt des Ganzen war eine Parade, bei der große Gruppen aus sieben Städten Beeindruckendes auf die Beine stellten. Cabanglasan, San Fernando, Quezon, Kalilangan, Malitbog, Maramag und Valencia nahmen in diesem Jahr am Straßenumzug und der anschließenden Präsentation teil. Alle Gruppen trugen indigene Trachten, nutzen traditionelle Musikistrumente, Erntegeräte und Waffen und hatten aufwändige Paradewagen gebaut, die mit vielen naturalistischen Motiven und Ernteerträgen geschmückt waren. Die Darbietungen widmeten sich in komplexen Choreographien verschiedene Themen wie Ernteritualen, Konflikten und Friedensschließungen zwischen indigenen Gruppen, Jagdtänzen und Heilungszeremonien. Zum Abschluss des großen Tages und ebenfalls zum Abschluss des gesamten Festivals konnten die BesucherInnen großartige Feuerwerke bestaunen.

 Seit 37 Jahren wird das Kaamulan-Festival in Bukidnon nun schon gefeiert und es scheint, als ob es ständig größer und aufwendiger würde. Das diesjährige Kaamulanfest hat nach Angaben der Bukidnon Online zufolge 6 Millionen philippinische Peso gekostet und ist damit das teuerste Fest seiner Geschichte, 5 Millionen davon kommen direkt aus dem öffentlichen Haushalt der Provinz. Ob nicht auch Ausgaben in geringerer Höhe ausreichen würden, um die Menschen Bukidnons zu vereinigen, ein schönes gemeinsames Fest zu feiern und die Kultur der Lumad zu erhalten, kann sich frühestens 2013 zeigen.

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